Wesentlich aggressiver als bislang will Alcatel-Lucent seine Patente vermarkten, nötigenfalls auch mittels Klagen gegen Konkurrenten. Das kündigte Patricia Russo an, Chief Executive Officer der Firma.

Will mehr Geld mit Vermarktung von Patenten verdienen: Patricia Russ, CEO von Alcatel-Lucent.
Dies soll nicht nur in Form von Lizenzierung von Patenten an andere Firmen erfolgen. Vorgesehen ist zudem, härter gegen angebliche Verletzungen von geistigem Eigentum vorzugehen.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Alcatel-Lucent mit der Vermarktung von Patenten einen Umsatz von rund 46 Millionen Euro, angesichts der Zahl von 25.000 Patenten eine bescheidene Summe.
Microsoft soll 1,5 Milliarden Dollar zahlen
Auf den Geschmack könnte Alcatel-Lucent durch einen Rechtsstreit mit Microsoft gekommen sein. Im Februar verurteilte ein Gericht Microsoft zur Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar an Alcalu.
Der Software-Konzern soll widerrechtlich MP3-Technologie verwendet haben, die Alcatel entwickelt hat. Microsoft hat gegen das Urteil allerdings Berufung eingelegt.
Unklar ist allerdings, inwieweit sich Patente von Lucent zu Geld machen lassen. Einen Großteil der älteren Techniken haben die Bell Labs von Lucent entwickelt, und zwar mit finanzieller Unterstützung durch den Steuerzahler.
Diese Patente stünden daher auch anderen Firmen zur Verfügung, und zwar kostenfrei, so ein Analyst der Beratungsfirma Nomura International.
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