Systeme für die Breitband-Mobilfunktechnik »Long Term Evolution« wird ein Gemeinschaftsunternehmen entwickeln, das Alcatel-Lucent und NEC aus der Taufe gehoben haben.
Long Term Evolution (LTE) ist der nächste Entwicklungsschritt im Bereich Mobilfunk. Das Verfahren bietet eine Übertragungsgeschwindigkeit von derzeit bis zu 300 MBit/s beim Herunterladen von Daten. Allerdings wurde diese Rate »nur« in Laborversuchen erzielt.
Auf dem Mobile World Congress (MWC) gaben Alcatel-Lucent und NEC bekannt, dass sie auf dem Gebiet LTE zusammenarbeiten werden. Ein Gemeinschaftsunternehmen soll LTE-Komponenten entwickeln und Mobilfunkfirmen bei der Implementierung der neuen Technik unter die Arme greifen.
Mobilfunk-Carrier testen derzeit LTE. Ab dem kommenden Jahr werden sie damit beginnen, ihre Netze umzurüsten.
Mit Ausrüstung von Alcatel-Lucent führt derzeit der amerikanischen Carrier Verizon einen Feldversuch mit LTE durch. NEC wiederum arbeitet mit dem größten japanischen Mobilfunkunternehmen NTT Docomo zusammen.
Kooperation mit LG
Parallel dazu kündigte Alcatel-Lucent an, auch mit der koreanischen Firma LG Electronics bei LTE zusammenzuarbeiten. Die Kooperation betrifft die Entwicklung, den Test und die Vermarktung von LTE-Technik.

Die Marktentwicklung bei Breitbanddienste auf Basis der Breitbandtechnik
Long Term Evolution
Zusätzlich sollen Interoperabilitätstest sicherstellen, dass die Systeme und Endgeräte von Alcalu und LG »miteinander können«.
Auf dem Mobile World Congress demonstrieren Alcatel-Lucent und LG Electronics die Übertragung von Videosignalen. Auf Basis der Infrastruktur von Alcatel-Lucent und Prototypen mobiler Endgeräte von LG Electronics konnten mehrere Dutzend hoch auflösende Videostreams in DVD-Qualität parallel in derselben Funkzelle übertragen werden.
Die Live-Demos zeigen nach Ansicht beider Firmen, welche Fortschritte sie bereits bei der gemeinsamen Zusammenarbeit erzielt haben.
Im vergangenen Jahr haben Alcatel-Lucent und LG Electronics einen der ersten LTE-Live-Calls vorgeführt. In diesem Jahr zeigten die Unternehmen, wie mithilfe der MIMO-Technik (2 x 2 Multiple Input/Multiple Output) Daten mit 180 MBit/s übertragen werden können.
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