Noch eine Gnadenfrist hat Patricia Russo, die Chefin von Alcatel-Lucent, erhalten. Sie will den angeschlagenen Telekommunikationsausrüster jetzt durch verschärfte Sparmaßnahmen auf Kurs bringen.
Die mit Spannung erwartete Aufsichtsratssitzung von Alcatel-Lucent brachte gestern nicht das Ende von Chief Executive Officer Patricia Russo. Ihre Entlassung hatten etliche Analysten erwartet beziehungsweise sogar gefordert.

Streicht weitere 4000 Jobs
bei Alcatel-Lucent: Chief
Executive Officer Pat Russo.
Russo wird für die Krise des Herstellers von Telekommunikationsausrüstung verantwortlich gemacht. Im dritten Quartal fuhr Alcatel-Lucent einen Verlust von 345 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 56 Millionen Euro auf 4,35 Milliarden.
Nun will Pat Russo durch verschärfte Sparmaßnahmen eine Trendwende schaffen. Zusätzlich zum bereits avisierten Abbau von 12.500 Jobs sollen nun weitere 4000 Stellen wegfallen. Die erhofften Einsparungen liegen bei 400 Millionen Euro.
Fairerweise muss allerdings gesagt werden, dass nicht nur Alcatel-Lucent Probleme hat. Auch Ericsson und Nokia Siemens Networks leiden derzeit unter der schwachen Nachfrage nach Ausrüstung für Fest- und Mobilfunknetze.
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